Der Sternenhimmel zur Mittsommernacht

Written by on Juni 12th, 2014 // Filed under DAV, Jahresfest, Sternenhimmel, Themenabend

horizontobservatorium

Foto: Monika Heer | Astrologos

Wenn der Tag am längsten, ist die Nacht am kürzesten. Zur Sommersonnenwende erreicht die Sonne am 21. Juni auf der Nordhalbkugel der Erde ihren höchsten Punkt über dem Horizont. Die Astrologen Monika Heer (Bochum) und Christian König (Münster) laden am Abend des 21. Juni 2014 zu einem stimmungsvollen Ausflug ins Ruhrgebiet ein. Treffpunkt ist die Halde Hoheward. „Von dort hat man einen atemberaubenden Blick. Wir beobachten gemeinsam, wie sich die Sterne im Laufe des Abends am Himmel zeigen“, erklärt Monika Heer. Christian König erzählt Geschichten und Mythen rund um die Sternbilder des Sommerhimmels.

Auf dem Plateau steht ein Obelisk, der als Zeiger einer riesigen Sonnenuhr funktioniert. Direkt nebenan befindet sich das große Horizontobservatorium. „Dieser Platz – das ‚Stonehenge’ des Ruhrgebiets – ist ideal geeignet, um am 21. Juni den Sonnenuntergang zu beobachten“, sagt Monika Heer. „Es ist außerordentlich lehrreich, im Inneren dieses Observatoriums herumzulaufen. Die Sonnenwenden und Tag- und Nachtgleichen sind im Gelände und in der Mitte genau markiert. Außerdem stehen in allen vier Himmelsrichtungen Sternbeobachtungs-Positionen, um einzelne Sternbilder zu finden.“

Welche Informationen erhalten die Teilnehmer an diesem Abend über den Sternenhimmel? Christian König ist Diplom-Psychologe, Psychotherapeut und DAV-geprüfter Astrologe, und er absolvierte eine zweijährige Ausbildung bei der Fixstern-Spezialistin Bernadette Brady. Er arbeitet in Münster in eigener Praxis: „Sie werden an diesem Abend auf der Halde Hoheward zum Beispiel erfahren, dass der „Große Wagen“ nur ein Teil des sehr alten Sternbildes „Großer Bär“ ist, und Sie lernen, wie Sie den Polarstern finden können, der den Nordpol markiert“, sagt er. Es geht aber auch um die Geschichte der Himmelsbeobachtung und um kulturelle Hintergründe zur Bedeutung der Sternbilder.

„Hoheward ist eins der spektakulärsten Halden- und Landschaftsprojekte des Ruhrgebiets“, sagt Monika Heer. Die Germanistin und Historikerin organisierte viele Jahre lang Ausstellungen in Museen des Ruhrgebiets. Seit 2001 arbeitet sie hauptberuflich als DAV-geprüfte Astrologin in Bochum. „Über die große Drachenbrücke wandern wir gemeinsam die Halde hinauf, während dessen werde ich viele spannende Geschichten über diesen Ort erzählen.“ Die Halde Hoheward liegt zwischen Herten und Recklinghausen. Mit der Halde Hoppenbruch bildet sie die größte Haldenlandschaft des Ruhrgebiets. Die höchste Stelle der Halde liegt mehr als 150 Meter ü. NN – bei guter Sicht kann man den etwa 50 Kilometer entfernten Rheinturm in Düsseldorf erkennen.