FAQ Fixstern-Astrologie

Fixstern-Astrologie

 

Fragen und Antworten

Fixsterne

Sind helle Fixsterne wichtiger?

Die astrologische Bedeutung eines Sterns hängt nicht von seiner Helligkeit, sondern von seiner mythologischen „Gewichtigkeit“ ab. Der hellste Stern am Himmel ist Sirius mit einer scheinbaren Helligkeit von -1,46 mag und die lichtschwächsten Sterne, die astrologisch bedeutsam sind, haben eine scheinbare Helligkeit von ca. 3,5 bis 5 mag (etwas verwirrend: die scheinbare Helligkeit eines Sterns ist größer, je kleiner der Skalenwert ist). Zum Beispiel hat Acubens (α Cancri im Sternbild Krebs) eine scheinbare Helligkeit von nur 4,25 mag – er ist also für unsere Augen recht dunkel – aber er hat eine „strahlende“ mythologische Bedeutung. Eine Einheit der scheinbaren Helligkeit bedeutet etwa 2,5-mal mehr Licht. Also wenn Acubens einer 10-Watt-Glühbirne entspricht, dann ist Sirius ein 1000-Watt-Strahler (oder 100-mal heller als Acubens). Aber Acubens wirkt sich astrologisch genauso „stark“ aus wie Sirius.

Warum funkeln die Sterne?

Das Licht der Fixsterne scheint von der Erde aus gesehen zu glitzern und zu funkeln. Das Funkeln entsteht dadurch, dass das Licht der Fixsterne die Atmosphäre der Erde passieren muss. In der Erdatmosphäre trifft es auf sich ständig verändernde, unterschiedlich warme Luftschichten, die das Licht verzerren und ablenken. Die Sterne scheinen zu tanzen und zu glitzern. Würde man die Fixsterne direkt im Weltraum beobachten, würde man vergeblich auf das romantisches Funkeln warten …

Warum sind Fixsterne wichtig?

Die Sterne und ihre Muster an Nachthimmel waren schon seit Tausenden, wenn nicht sogar Zehntausenden von Jahren eine Leinwand für die Projektion der Mythen und Geschichten der Menschheit. Auf einer symbolischen Ebene sind sie deshalb für die Astrologie genauso wichtig und bedeutungsvoll wie die Planeten und die tropischen Tierkreiszeichen.

Was sind Parane?

Die Antwort finden Sie hier>

Wie viele Parane sind üblich?

Bei einem Orbis von 2 Minuten Zeit haben die meisten Menschen ca. 12 bis 18 Planeten-Fixstern-Parans. Was Parans sind, erfahren Sie hier>

Wie viele Sternbilder gibt es?

Nachdem die Zahl der teilweise willkürlich und ohne System angelegten Sternbilder mehr als 100 erreicht hatte, legte die Internationale Astronomische Union (IAU) 1922 eine Liste von 88 Sternbildern verbindlich fest.

Wie viele Sterne gibt es am Himmel?

Es gibt ca. 4000 – 5000 sichtbare Sterne (6 mag oder heller). Aber selbst in einer Nacht mit dunklem Mond und wenig Lichtverschmutzung können Sie lediglich ca. 1500 Sterne sehen. In der Fixstern-Astrologie, die mit Parans> arbeitet (Visual Astrology), konzentrieren wir uns (bislang) auf 64 Sterne bzw. Messier-Objekte mit großer mythologischer Bedeutung.

Woher kommen all die Fixstern-Namen?

Zum großen Teil kommen die Namen aus den sumerischen, babylonischen und prähellenistischen Mittelmeerkulturen oder von den Arabern des Mittelalters. Viele Sternnamen beginnen mit „Al“ wie z.B. Aldebaran, dem roten Auge des Stieres, oder Alrischa, der Knoten im Sternbild Fische. „Al“ ist ein arabischer Artikel, steht also einfach für „der“, „die“, „das“. Andere Sternennamen beginnen mit „Ras“, wie z.B. Ras Alhague (Sternbild Ophiuchus) oder Rastaban in Draco. Das Wort „Ras“ bedeutet im Arabischen „Kopf“. Das Wort „Deneb“, wie z.B. in Denebola (Sternbild Löwe) oder Deneb Algedi (Sternbild Steinbock), ist das arabische Wort für „Schwanz“.

Der für mich skurrilste Fixsternname am Firmament ist Sualocin, der Alpha-Stern des Sternbildes Delphinus. Er erhielt 1814 von dem fast erblindeten Piazzi Palermo diesen Namen, nachdem sein Assistent Nicolaus Venator ihm tatkräftig half. Haben Sie es bemerkt, wie Piazzi seinem Assistenten zu einem festen Platz in der Geschichte der Fixsterne verhalf? Kleiner Tipp: lesen Sie den Namen des Assistenten einmal rückwärts …

Woher kommt der Name „Fixsterne“? Was ist „Fix“ an ihnen?

Der Begriff „Fixstern“ ist ein alter Begriff, der heute kaum noch benutzt wird. Früher nahm man an, dass die Sterne tatsächlich fest (also fix) am Himmel stehen. Die Planeten verändern demgegenüber ständig ihre Position am Himmel. Heute weiß man, dass sich auch die Sterne bewegen und sich daher auch ihre Position am Himmel ändert. Unsere Sternbilder sahen also in der Steinzeit anders aus als heute. Allerdings ist diese Bewegung wesentlich langsamer und passiert in wesentlich größeren Zeiträumen. Die Sterne nennt man „Fix“, weil sie für einen bestimmten, gleichbleibenden Ort bei gleicher Zeit im Jahr an der gleichen Stelle am Osthorizont aufgehen bzw. im Westen untergehen (wenn man die Eigenbewegung ignoriert, die in 100 Jahren ca. 1 Tag ausmacht). Aber die Planeten berühren am selben Ort zur selben Zeit im Jahr an ganz unterschiedlichen Stellen den Horizont. Sie sind „die Wanderer“ oder „Wandelsterne“ (griech. „planetoi“) und die Sterne sind (scheinbar) fix.