Erklärungen zur Sternkarte

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„Drei Dinge sind uns
aus dem Paradies geblieben:
die Sterne der Nacht,
die Blumen des Tages
und die Augen der Kinder.“

Dante Alighieri

 

Die Sternkarte stellt den ganzen sichtbaren Himmel in diesem Monat dar. Die Zahl der Sterne wird allerdings zwischen Karte und Himmel selten übereinstimmen, weil sehr oft wegen zu großer Helligkeit des Mondes oder durch Lichtverschmutzung (künstliche Beleuchtung in den Städten) die schwächeren Sterne nicht sichtbar sind. Umgekehrt wird der brillante Himmel einer klaren und dunklen Gebirgsnacht viele Sternen zeigen, die die Sternkarte aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht enthält.

Am Monatsbeginn sollten Sie die Sternkarte von 23.00 Uhr verwenden. In der Mitte des Monats zeigt die Sternkarte den sichtbaren Himmelsausschnitt von 22.00 Uhr. Die unterschiedlichen Uhrzeiten erklären sich deswegen, weil sich pro Stunde der Himmel um 15 Grad weiter dreht. Nach einem Monat gehen die Fixsterne und Sternbilder jeweils zwei Stunden früher auf, wie am gleichen Tag des Vormonats: sie kulminieren zwei Stunden früher und gehen auch zwei Stunden früher unter.

Die Mitte der Sternkarte stellt den Zenit dar: Stellen Sie sich vor, Sie liegen  auf dem Rücken und sehen direkt in den Sternenhimmel. Das ist die Perspektive der abgebildeten Sternkarten. Der Rand der Karte entspricht dem Horizont, und zwar für jede Himmelsrichtung. Lassen Sie sich vom kreisförmigen Horizont auf der Karte nicht verwirren, er entsteht nur durch die Projektion des Himmelsgewölbes auf das ebene Blatt Papier.

Am Rand der Karte sind die vier Himmelsrichtungen in grün eingezeichnet (S = Süden, O = Osten, N = Norden, W = Westen). Man muss die Karte bei der Beobachtung so halten, dass sich die Himmelsrichtung, die man gerade beobachtet, unten befindet. Kartenbild und Himmelsausschnitt stimmen dann überein. Wenn Sie also in Richtung Westen blicken, drehen Sie die Karte so, dass sich das „W“ unten befindet.

Die Sternbilder werden als Strichzeichnungen dargestellt. Hierbei werden die hellsten und auffälligsten Sterne mit Strichen verbunden. Diese Verbindungslinien sind nicht verbindlich festgelegt. Die Darstellung ist also von Autor zu Autor anders.

Die rote Linie auf den Sternkarten ist die Ekliptik, die von uns auf der Erde aus gesehene, scheinbare Bahn der Sonne am Himmel im Laufe eines Jahres. Auf der Ekliptik liegen die bekannten 12 Sternbilder, aber auch das Sternbild Ophiuchus, der Schlangenträger. Die Ekliptik ist von zentraler Bedeutung, weil sich in ihrer unmittelbaren Nähe die Planeten (außer Pluto und manchmal Venus), der Mond und die große Mehrheit aller Asteroiden bewegen.