August, der Milchstraßen-Monat

Written by on August 1st, 2017 // Filed under Astronomie, Sternenhimmel

Sky-watching

Foto:  Christian König

Um die Milchstraße überhaupt sehen zu können, muss man jedes störende Licht vermeiden – auch das Mondlicht. Wenn es dann ganz dunkel ist, kann man das Band der Milchstraße als helleren Bogen sehen, der sich über das ganze Firmament zieht. Es geht von Norden über die Sternbilder Perseus, Cassiopeia, Schwan, Adler bis hin zum Schützen und Skorpion am Südhorizont.

Die Milchstraße ist unsere Heimatgalaxie aus 200 Milliarden Sternen und Gaswolken. Das Zentrum (das „Galaktisches Zentrum“) befindet sich in der Nähe der Sternbilder Schütze und Skorpion – aber in einem Bereich, der in unseren Breiten nicht zu sehen ist. Ist man dagegen auf der Südhalbkugel, kann das Galaktische Zentrum (auch „Bulge“ genannt) sogar bis zum Zenit wandern. Eine Ansicht, die einem sprachlos macht!

Die Milchstraße verdankt ihren Namen einem griechischen Mythos: Zeus wollte Herkules Unsterblichkeit verleihen. Deshalb legte er ihn seiner schlafenden Gattin Hera an die Brust. Hera erwachte, stieß ihn wütend weg und dabei spritzte die Milch aus ihren Brüsten. So entstand die Milchstraße. In einem anderen Mythos ist die Milchstraße die Feuerspur von Phaëton, die er hinterließ, als er rasend mit dem Sonnenwagen seines Vaters Helios verunglückte.

Für die alten Ägypter war die Milchstraße ein Fluss aus Licht. In Indien ist sie ein Pfad aus Schlangen und nach irischen Überlieferungen ist hier die Spur einer Kuh zu sehen. Die Inkas sprachen vom „Fluss des Himmels“. Neben all diesen mythologischen Bildern sahen aber schon im 5. Jahrhundert (richtiger Weise) die griechischen Philosophen Demokrit, Leukippos und Pythagoras in der Milchstraße das konzentrierte Licht vieler Sterne.